Amigurumi zusammennähen: Tipps und Tricks wie es garantiert klappt

Ursprünglich kommen Amigurumi – wie die Idee unserer myboshi Mützen – aus Japan. Darunter versteht man kleine gehäkelte Tiere, Puppen oder Gegenstände. Sie eignen sich super zum Verschenken, Spielen oder Sammeln. Auch bei uns erfreuen sie sich großer Beliebtheit. In diesem Artikel möchten wir dir zeigen, wie man am besten Amigurumi zusammennähen kann, so dass aus Einzelteilen am Ende ein schönes Amigurumi entsteht.

Du hast die Wahl: Amigurumi in myboshi Anleitungs­markt

Bevor du dein Amigurumi zusammennähen kannst, musst du dich natürlich für eines entscheiden. In unserem myboshi Anleitungsmarkt hast du eine große Auswahl an verschiedenen kleinen Tierchen und Figuren. Die Anleitung wird dir direkt als PDF-Datei zugeschickt und du kannst sofort loslegen.

Sollte dir noch etwas zum Häkeln deines Amigurumi fehlen, kannst du natürlich auch gerne eines unserer Häkelsets bestellen. Mit der passenden Wolle für deine Anleitung, Häkelnadel und Füllwatte steht dem Häkeltier nichts mehr im Weg.

Wir haben uns für das Schäfchen Frieda von unserer Häkeldesignerin _petitbonnet_ entschieden. Frieda ist nicht nur ein putziges Kuscheltier, sondern auch eine Spieluhr. Ein schönes Projekt also, wenn Nachwuchs erwartet wird. Mit den vielen Popcornmaschen sieht Frieda ihren lebendigen Vorbildern sehr ähnlich.

Zum Häkeln haben wir unsere myboshi No.2 in den Farben „Weiß“ und „Elfenbein“ sowie „Schwarz“ und „Hautfarbe“ für Akzente genutzt. Als Werkzeug nutzen wir die myboshi Häkelnadel in der Stärke 2,5 mm. Gefüllt ist Frieda mit myboshi Füllwatte. Sie eignet sich durch ihre hohe Qualität hervorragend als Füllmaterial für Amigurumi und andere Projekte.

Das benötigte Material für das Schäfchen Frieda (Quelle: myboshi)

Amigurumi häkeln: So gelingt’s

Bevor wir mit dem Zusammennähen von unserem Schäfchen beginnen können, noch ein paar Tipps, wie du ein schönes und gleichmäßiges Amigurumi häkelst.

Festes Häkeln

Die kleinen Häkeltierchen werden meistens mit festen Maschen gehäkelt. Wie der Name schon sagt, wird hier relativ fest und straff gehäkelt. Das hat den Vorteil, dass man die Füllwatte später nicht durchsieht und dein Amigurumi stabil ist.

Der „Magic Ring“

Am besten beginnst du deine Häkelfigur mit einem Fadenring, auch „Magic Ring“ genannt. Er sorgt gleich am Anfang deines Projektes für einen lückenlosen Start. Eine super einfache Anleitung dazu findest du hier.

Den Überblick behalten

Bei vielen Projekten wird in Spiralrunden gehäkelt. Maschenmarkierer helfen dir, den Anfang bzw. das Ende deiner Runde nicht zu verlieren.

Für ein gleichmäßiges Ergebnis empfiehlt es sich, die festen Maschen in regelmäßigen Abständen durch Zählen zu überprüfen. In vielen Anleitungen ist die Maschenanzahl in jeder Runde angegeben.

Sicherheitsaugen

Verwende für deine gehäkelten Tiere und Figuren immer gute Sicherheitsaugen (auch Tieraugen genannt). In vielen Projekten werden diese gleich nach ein paar Runden in das Amigurumi eingearbeitet. Um sicher zu sein, dass die Position der Augen stimmt, verwende erst Stecknadeln. Das dient dazu, unschöne Löcher in deiner Arbeit zu vermeiden, sollte die Position der Augen noch nicht richtig sein. Wenn du die passende Stelle gefunden hast, überprüfe die Position nochmal, in dem du die Sicherheitsaugen einstichst ohne den Verschluss darauf zu stecken. Ist dieser einmal fest gemacht, gibt es kein Zurück mehr.

Unsichtbar abnehmen

Bei Amigurumi ist es sinnvoll, die Maschen unsichtbar abzunehmen. So vermeidest du größere Löcher in deiner Arbeit. Wie die unsichtbare Maschenabnahme funktioniert, wird dir hier erklärt.

Amigurumi zusammennähen: Schritt-für-Schritt zum perfekten Ergebnis

Du hast alle Einzelteile deines Häkeltiers fertig und es geht jetzt an das Zusammennähen. Idealerweise hast du bereits alle unnötigen Fäden (die Fäden vom Beginn der einzelnen Arbeiten) mit der Hand vernäht. An deinen gehäkelten Arbeiten sind jetzt also nur noch die Fäden, welche wir gleich auch zum Annähen benutzen werden.

Das Annähen ist ein wichtiger Schritt bei der Anfertigung eines Amigurumi. Wenn du sorgfältig und genau arbeitest, hast du am Ende ein wunderschönes Häkeltier. Los geht’s!

Als erstes nähen wir Frieda’s Ohren am Kopf fest. Dies gelingt leichter, wenn die Ohren vorher an der Öffnung etwas plattgedrückt werden und wir sie zusammennähen.

Das kannst du immer machen, wenn ein Körperteil nicht ausgestopft wird. So sorgst du vor dem Annähen dafür, dass das Körperteil realistischer aussieht.

Beim Annähen der einzelnen Teile ist es wichtig, dass die Körperteile symmetrisch an der gleichen Stelle sitzen. In vielen Anleitungen hast du eine Reihen- oder Maschenangabe, wo das jeweilige Körperteil angenäht werden soll. Wenn du es vorher ausprobierst, indem du deine Teile zuerst mit Stecknadeln feststeckst, kann nichts mehr schief gehen.

Das Benutzen von Stecknadeln hat auch den Vorteil, dass das Körperteil beim Annähen nicht verrutschen kann. Beim Annähen ist es wichtig, möglichst unsichtbar zu arbeiten. Versuche also mit deiner Nadel so gut es geht, genau an der Stelle einzustechen, an dem das Einzelteil später auch sitzen soll.

Durch ein leichtes Ziehen an dem befestigten Teil, kannst du überprüfen, ob es schon fest genug sitzt oder ob du noch ein paar Stiche nähen solltest. Gerade wenn Kinder mit den putzigen Tierchen spielen ist es wichtig, dass das Amigurumi robust und stabil ist.

Du kannst die Stecknadeln auch dazu benutzen um dir die Bereiche abzustecken, wo ein Teil auf das andere genäht werden soll. Wir haben uns hier abgesteckt, wo der Kopf auf dem Körper angenäht werden soll. Wichtig ist hierbei auch, dass du in einer Linie mit anderen Teilen deines Amigurumi bist. Nimm dir dazu die einzelnen Runden als „Hilfslinien“. Im Beispiel von Frieda haben wir darauf geachtet, dass der Kopf sowohl mittig zum Körper als auch zum Ring der Spieluhr sitzt.

Ebenfalls mit der Hilfe von Stecknadeln haben wir vor dem Annähen die Position der Beine bestimmt. Achte hier wieder auf die Symmetrie.

Wenn dir die Position der Einzelteile gefällt, kannst du auch hier wieder mit dem Annähen beginnen. Vernähe auch hier wieder alle Fäden gut, so dass kein Teil irgendwann abfallen kann.

Ganz zum Schluss kommen noch die „Feinarbeiten“. Wir sticken Frieda noch ein paar „schlafende“ Augen auf. Je nach Tier oder Figur kommen am Ende noch mehr Stickarbeiten (Mund, Nase, Schnauze o.ä.) auf dich zu.

Danach hast du es geschafft. Fertig ist dein zusammengenähtes Amigurumi.

Du hast jetzt richtig Lust bekommen ein Amigurumi selbst zu häkeln? Schau doch mal in unserem myboshi Anleitungsmarkt vorbei. Wir schicken dir gerne das notwendige Zubehör in unserem Häkelset zu. In diesem Sinne: viel Spaß bei deinen neuen Amigurumi-Projekten!

Diesen Artikel weiterempfehlen:

Dieser Eintrag wurde geschrieben in Kreative Anleitungen. Bookmark the permalink.

Der Autor: niko

Avatar
DIY Anleitung zum Stricken von Ringen zum Spielen - gestrickt mit dem myboshi Loomring

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.