Shibori - Japanische Färbetechnik - mit Lieblingsfarben von myboshi

Shibori mit Lieblingsfarben

Nach unzähligen Farbexperimenten mit Lieblingsfarben und Wolle, sind wir auf eine interessante Technik zur Färbung von Stoffen gestoßen: „Shibori“, eine japanische Färbetechnik für unfassbar tolle Muster. Ähnlich wie beim in den 70ern und 90ern beliebten Batik wird der Stoff vor dem Färben abgebunden und gepresst, um helle Muster zu erhalten. Das klassische Kreismuster ist wohl an kaum jemandem vorbei gegangen.

Bei Shibori werden mit Holzplättchen, Gummis, Klammern und anderen Gegenständen, sowie einer Zickzack-Falttechnik Muster auf dem Stoff erzeugt. Die Ergebnisse sind faszinierend! Beliebt ist auch das Einnähen von Mustern. Die Fäden werden nach dem Färben wieder entfernt. Traditionell wird mit Indigo Blau gefärbt, die Technik funktioniert aber selbstverständlich mit allen Farben.

Die eingefärbten Stoffe sind perfekt geeignet für einzigartige Kissenbezüge, kreative Taschenideen oder eye catching Geschirrtücher oder Tischläufer. Außerdem lassen sich mit dieser Färbetechnik alte Stoffe, wie T-Shirts, upcyceln, die sonst in die Tonne wandern würden. Stattdessen werden Sie zum neuen Designerstück aufgewertet. 😉

Falten, Wickeln, Knoten, Färben… Wir haben 5 einfache Shibori Techniken ausprobiert:

Wir haben verwendet:
👉 Lieblingsfarben
👉 Bügeleisen
👉 Einmachgummis & Gummiringe
👉 Deckel von viereckigen Aufbewahrungsbehältern
👉 Schnur & Papprohr
👉 Holzklötzchen
👉 Wäscheklammern aus Plastik (da nicht rostend und abwaschbar)
👉 Spitzkerze

Welche Stoffe eignen sich zum Färben?
Am besten eignen sich Stoffe aus Naturfasern: Seide, Baumwolle, Leinen etc.

Bevor es losgehen kann, sollte der Stoff ohne Weichspüler möglichst heiß gewaschen werden. Dies ist besonders bei neuen Stoffen wichtig, um sie von der Appretur zu befreien.
Nach dem Zusammenbinden und vor dem Färben sollten die Stoffe noch zumindest für eine Viertelstunde in Alaunsalz gebeizt werden, um wirklich intensive Farbergebnisse zu erzielen.

Durch das Bügeln lässt sich der Stoff noch genauer falten.
Tipp: Stoff zunächst zur gewünschten Größe falten und bügeln, dann ausfalten und zickzackartig zusammen falten. Die vorher eingebügelten Falten dienen hier zur Orientierung.
Durch das Abpressen des Stoffs mit gleichen viereckigen Platten (es können auch Holzplatten verwendet werden) entsteht ein Farbmuster aus Vierecken. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Dreiecksmuster oder Kreismuster zu pressen. Probieren geht über Studieren 😉

Hier seht ihr wie ein „getigertes“ Muster entsteht. Anstatt eines Papprohrs kann auch ein Plastikrohr verwendet werden. Dieses hat den Vorteil, dass es nicht aufweicht und wieder verwendet werden kann. Durch ein eckiges Rohr können noch spannendere Muster entstehen.

Man kann verschiedene Muster mischen und den Stoff so noch individueller gestalten.

Aus Zickzack Faltung und Abklemmen mit Wäscheklammern entsteht das beliebte Itajime Muster.

Mit Kerzenwachs lassen sich Muster auf Stoffe tropfen oder Malen. Das Wachs muss nach dem Färben, mithilfe von Papier und Backpapier, heraus gebügelt werden.

ACHTUNG: Vor dem Färben das Beizen nicht vergessen!

Das Färben

Nun kommt der beste Teil: das Färben. Dazu die Päckchen in ein Farbbad einlegen und idealerweise eine Stunde ruhen lassen. Nach dem Herausnehmen auswaschen und ausdrücken. Schon kann das Auspacken beginnen 😀 🎁

Die Ergebnisse können dann so aussehen:

Das Schönste: Beim Shibori gibt es kein Falsch! Sei kreativ, lass dich inspirieren, probiere aus. Wir freuen uns auch immer wenn du uns deine Ergebnisse zeigst! @myboshi

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Der Autor: olga

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